© 25.11.2014 - Gisela Henke

Impfungen

Wie funtioniert eine Schutzimpfung?  Das Eindringen von Krankheitserregern in einen Organismus, ruft die Bildung von spezifischen  Abwehrkörpern ( Antikörpern) hervor. Dies kann man sich zur Vorbeugung zu Nutze machen. Dabei gibt es  zwei Methoden der Schutzimpfung:  Die passive Imunisierung  Hierbei werden einem Tier, das bereits an einer Infektion erkrankt ist (bzw. als Prophylaxe bei Jungtieren),  die für die Krankheit spezifischen Antikörper gespritzt. Die Antikörper werden also künstlich zugeführt, d.h.  passiv. Der Schutz tritt schnell ein, und das Tier kann nun die Krankheit besser überstehen. Der Organismus  empfindet diese künstlich zugeführten Antikörper jedoch als Fremdstoffe und baut sie nach kurzer Zeit ab.  Der Schutz hält daher nur einige Wochen an.  Die aktive Imunisierung  Hierbei werden einem gesunden Tier abgeschwächte oder abgetötete Erreger gespritzt, die den Organismus  dazu anregen, eigene Antikörper zu bilden. Dies dauert aber einige Zeit, daher ist z.B. bei Auslandsreisen  oder Ausstellungen vorgeschrieben, dass die Impfung schon einige Wochen vorher erfolgt sein muß. Dafür  schützt eine aktive Immunisierung länger, meist ein Jahr. Die Erstimpfung bei Welpen sollte in der 8. Woche vorgenommen werden (Staupe), da dann der passive  Impfschutz durch die Muttermilch langsam abgebaut worden ist. In der 12. Woche wird die Impfung  wiederholt und zusätzlich kommt ggf. nun auch die Tollwutimpfung dazu.    Die Schutzimpfung gegen Staupe muss jährlich, die Impfung gegen Tollwut nur alle drei Jahre wiederholt  werden. Für diese Impfungen gibt es jeweils einen speziell für Frettchen zugelassenen Impfstoff. Erklärung der einzelnen Impfbestandsanteile S und T Die Staupe ist eine für das Frettchen tödlich verlaufende Erkrankung. Sie geht beim Frettchen hauptsächlich  mit eitrigen Hautveränderungen einher, die einem Räudebefall ähnlich sehen. Die Tollwutimpfung ist vorgeschrieben für Tiere, die zur Ausstellung gehen oder mit denen man ins Ausland  verreisen möchte. Tiere, die draußen gehalten werden (Ausbruchsgefahr) oder mit denen spazieren  gegangen wird, sollten auch zum Schutz des Besitzers gegen Tollwut geimpft sein.     Früher wurden zusätzlich Impfungen gegen Parvovirose, Leptospirose und Hepatitis durchgeführt. Als  "Notlösung" wurden damals Hundeimpfstoffe eingestzt, da man die Gefahr einer Erkrankung an diesen  Krankheiten höher eingeschätzt hatte, als sie ist. Zur Sicherheit (auch wegen einer evtl. Gefährdung für den  Menschen bei einer Leptospirose) hat man auf Hundimpfstoff zurückgegriffen, obwohl dies nicht erlaubt ist.
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