© 25.11.2014 - Gisela Henke

Nieren

Nierenerkrankungen Ältere Frettchen neigen häufig zu Nierenveränderungen. Zum einen kann die Struktur der Nieren durch  narbiges Bindegewebe oder Zysten verändert sein, zum anderen kann aber auch nur die Funktion ohne  sichtbare Veränderung gestört sein. Die Ursachen können vielfältig sein. Bei einer Niereninsuffizienz trinken  die Tiere vermehrt, werden schlapper, das Fell wird stumpf, der Turgor der Haut sinkt, und die Tiere können  in der Hinterhand einknicken.   Physiologische Nierenwerte: UREA bis 55U/l Crea   bis 0,8U/l  Häufig ist der rote Blutfarbstoff bei einer Niereninsuffizienz erniedrigt. Auch hier gilt, die Werte korrelieren  keineswegs mit dem Allgemeinzustand. Therapie: Flüssigkeitszufuhr, diese kann in Extremfällen auch i. p. erfolgen, meist aber s. c., Cantharis,  Solidago, Phytorenal®, Ney nephrin®, renes viscum, Diät. Als Diätfuttermittel eignet sich wiederum Alete  Menü, Milchprodukte in Maßen (v.a. Catmilk mit Fachinger oder Elektrolytlösung vom Tierarzt verdünnt als  orale Flüssigkeitstherapie), Fisch, weißes Geflügelfleisch, am besten natürlich Nierendiät für Katzen, wenn  Frettchen dieses Futter (feucht oder trocken) akzeptieren. Um es den Frettchen schmackhaft zu machen  kann man einige Tropfen Öl darübergeben oder Catmilk. Das Trockenfutter kann auch aufgeweicht werden.  Phosphate in herkömmlichen Futtermitteln sind die Nieren schädigende Substanz. Deshalb bieteten sich  Futterzusatzmedikamente an, die das Phosphat binden, so dass es mit dem Kot ausgeschieden wird, z. B.  Ipakitine® oder Renalzin®.  Die Nieren lassen sich beim Frettchen gut ertasten. Die rechte liegt direkt unter dem Rippenbogen, die linke  weiter caudal (schwanzseitig). So lassen sich Veränderungen, wie höckerige Nieren, Vergrößerungen gut  diagnostizieren. Einseitige Zystennieren oder tumoröse Veränderungen lassen sich problemlos operativ  angehen. Nach 2-3Tagen haben sich die Tiere wieder gut erholt. Eine leichte Exsikkose ist bei abgemagerten Frettchen schlecht am Hautturgor festzustellen, besser gelingt  dies an der Lefzenschleimhaut. Zur medikamentösen Therapie eignen sich auch ACE-Hemmer.
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